Dienstag, 2. Juli 2013

02-07 Von Hervey Bay nach Eurong Beach, Fraser Island

5.00 Uhr – der Wecker klingelt und es ist noch stockfinster! Felix darf noch bis 5.45 Uhr liegen bleiben..der hat´s gut! Nach extrem kurzem Müsli-Joghurt und Kaffee-Frühstück fahren wir noch in der Dunkelheit los. Die Kookaburras lachen, es wird heller. Die Autovermietung…unser Jeep…
 Ein blauer Landrover Discovery wartet auf uns.
 Wir müssen uns belehren lassen: Gefahren beim Fahren auf Sand, Verbote, Dingo-Wissen…alles ist gefährlich…Felix langweilt sich. Vielleicht noch einige Erklärungen für nicht-Ortskundige…Fraser Island ist eine reine Sandinsel. Es gibt keine geteerten Straßen. Auf der Insel leben viele Dingos, Wildhunde, die dort geschützt sind, aber auch gefährlich werden können (so sagt man). Nach der Video-Einführung zeigt man uns das Auto.
 Thommy erhält die letzten Instruktionen, der Kindersitz wird montiert…wir verstauen unser Gepäck. Das andere Auto lassen wir hier. Wir müssen nun nach River Heads fahren, werden umgeleitet…es geht durch ein Neubau-Villen-Gebiet (auch nicht schlecht); wir stoppen noch an einem Laden, kaufen Kaffee und Kekse und begeben uns zur Anlegestelle der Fähre. Lustige (?) Schilder empfangen uns.

 Die Fähre kommt schon. Felix und Gela gehen zu Fuß – mit Seebändern um – an Bord, Thommy muss den Landy (unser Landrover heißt jetzt nur noch Landy) rückwärts reinfahren. 
 Die 35 minütige Überfahrt ist ruhig, das Wasser hier ist recht seicht und…wir werden noch mit Delfinen überrascht.
 Es sind Bottlenose Delfine von denen es angeblich nur noch 3000 Stück gibt. Dann dürfen alle in die Autos und wir erreichen Fraser Island.
 Die erste Sandstraße wartet auf uns.
 Mutig und souverän fährt Thommy los.
 Wir haben schließlich Vierradantrieb – immer… Bei der Autovermietung wurden wir mit einer Landkarte ausgestattet und nun fahren wir die Ungowa Road…die Karte weicht etwas von der Realität ab…oder umgekehrt (?) Über eine lustige Brücke
 geht die „Straße“ – sogar Hasi, der seit gestern immer mit uns spricht (Gela macht das) wundert sich – in Richtung Ungowa. Wir passieren einen Aussichtspunkt, der nicht in der Karte ist, kommen durch einen Wald
und erreichen Ungowa…Es entpuppt sich als …ja, als nix…ein kaputter Steg, Blick aufs Meer…und Sand.
 Wir fahren weiter, stoßen auf die Straße nach Dilli Village…eine Straße ist gesperrt…na, mal sehen. Wir biegen ab zum Lake Boomanjin. Da gibt es einen Picknickplatz.
 Wegen den Dingos ist dieser eingezäunt. Wir bleiben.
 Die Gegend ist schön, erinnert fast an Regenwald, uns gefällt es und wir machen Brotzeit. 
 Natürlich schauen wir uns den See an.
 Ein See halt… Felix will unbedingt weiterfahren, er will am Strand entlang fahren.
 Wir fahren durch Dilli Village, was nur eine Ansammlung von Blechhütten ist und landen am Strand. Dieser ist die Autobahn – kein Scherz!
 Wir fahren Richtung Eurong Beach, alles ist easy, denn es ist Ebbe.
 Thommy ist absolut in seinem Element, auch Felix hat Spaß…Hasi ist still….
Gegen 12.00 Uhr Mittag erreichen wir unser Resort, sehen ein lustiges Fahrzeug
und schauen uns interessiert das wichtigste Schild für die nächsten Tage an. Wann ist Flut…
 2 Stunden vor und nach der höchsten Flut ist die Fraser-Autobahn nämlich nicht befahrbar…sie ist schlicht nicht mehr da…

 Für uns geht der Tag relaxed zu Ende. Wir machen ein Nickerchen, gehen shoppen, schauen uns die Anlage an,
 besorgen uns noch eine ausführlichere Landkarte, essen gut zu Abend, lesen Geschichten übers Schiffswrack und sind alle zeitig im Bett.

Montag, 1. Juli 2013

01-07 Agnes Water bis Hervey Bay

7.00 Uhr, der Tag beginnt. Draußen frühstücken, packen, auschecken und noch einen Cappo trinken (Geschenk des Hauses) und ab zum Highway Richtung Bundaberg.
 Nach Forstwald folgen Obstplantagen
 und dann wieder Zuckerrohr.
 Hier wütete das Hochwasser…eine Baustelle folgt der anderen…Wir fahren vorbei an Pinienwäldern
…und durch Bundaberg, der Hochburg des Zuckerrohr-Anbaus (hier kommt auch der Bundaberg-Zucker her, den man überall zum Kaffee bekommt) durch,
 passieren wieder etliche Baustellen.
 Die erinnern uns an Baustellen in Mexico…einer arbeitet, 5 stehen rum …nicht zu vergessen: Lollipop-Frau/Mann – hier wird man noch mit „echten Menschen“ auf die Baustelle hingewiesen! In Childers, einem recht netten Ort, machen wir Mittagspause.
 Es ist ein viktorianischer, uralter Ort durch den leider der Highway mitten durch geht. Felix findet eine Kanone
 aus dem 1. Weltkrieg und wir schauen uns auch gleich das Denkmal mit den Tafeln der Gefallenen an. Danach passieren wir schöne Häuser
 auf dem Weg zur Post. Wie anno dazumal…mit Laden, Krusch und Post…richtig nett! Ein alter Metzgerladen ist gleich um die Ecke
. Wir essen in einem „Biergarten“,
unter einem riesigen alten Baum. Das Gebäude war mal ein Hotel mit Pferdestall…der Biergarten war die Ausstiegsstelle für die Hotelgäste, die mit der Kutsche kamen.
 Wir treten dann den Rückweg zum Auto an, bewundern noch den Hinweis zum Friseur
, aber keiner will sich die Haare schneiden lassen. So fahren wir weiter, den Scenic Drive, also die Touri-Route bis nach Hervey Bay. Wir steuern die Autovermietung an – ja, richtig, die Autovermietung. Klar, wir fahren bereits in einem Mietauto – ABER: Wir wollen nach Fraser Island und das geht nur mit einem Allradfahrzeug. Ja, richtig, wir mieten also für ein paar Tage tatsächlich 2 Autos…man gönnt sich ja sonst nix…


Wir bekommen gleich noch einen Übernachtungstipp und fahren sofort hin. Eine Jugendherberge, ganz in der Nähe, mit Cabins und Villas und Teich..
, netten Hühnern
, alles very british.
Wir bekommen eine Villa (Bungalow) mit Super-Ausstattung, gehen aber trotzdem zum Essen. Dies lohnt sich hier auch – es ist günstig (Spaghetti für 8 AUS Dollar) und für die Getränke bekamen wir am Check-in Gutscheine. Was will man mehr…T-Shirts schenkt man uns auch noch…und wir reservieren gleich für Freitag, wenn wir von Fraser Island wiederkommen. Leider gibt es da nur noch eine cabin, es sind hier nämlich Schulferien. Und jetzt noch ein bisschen Vorfreude auf die Sandinsel..


Sonntag, 30. Juni 2013

30-06 LARC


Ausschlafen bis 8.00 Uhr. Wir frühstücken im Café –lecker Kuchen und wrap..mmmhh! Auf dem Gelände wachsen Orchideen..
Wir machen uns auf den Weg, Agnes Water zu erkunden, sehen lustige Briefkästen 
und landen im Eurimbula National Park, der eigentlich nur für 4WD-Autos geeignet ist.
Die Sandstraße läßt sich aber gut befahren und nach einer kleinen Wasserdurchfahrt erreichen wir einen „lookout“.
Eine Wanderung von 800m (bergauf), dann frohlocken wir…oder meditieren…
Da wir noch was vorhaben, fahren wir zurück.
Nach kleinem Snack – Felix hielt sich an Gummibärlis – und Rucksack packen fuhren wir nach 1770, wo wir eine Fahrt mit „Larc“ machen wollten. 
Dank Thommys Vorbuchung wussten wir, dass die 1-stündige Fahrt mit dem Amphibienfahrzeug um 15.00 Uhr startete, nicht wie angeschrieben um 16.00 Uhr! 
Das Ding wurde fast voll…es ist von der US Armee, aus dem Jahr 1966
kann an Land und im Wasser fahren. 
Felix fand das toll! Ihn hielt nichts auf den Sitzen, er musste immer wieder schauen, wo die Reifen waren…
als wir zur Sandbank fuhren/schwammen (?), wurden wir etwas nass…Unser Fahrer erzählte unentwegt (der redete noch mehr als Felix!) von der Natur, der Stadt, der Geschichte, von Larc…von diesen und anderen Tieren….
Im Sand hinterlassen wir Spuren
– mittlerweile sind wir am Eurimbula National Park angelangt (da waren wir doch heute schon mal…) Hier gibt es einen Stopp und ein Foto der „happy family“.
Dann bekommen wir noch Vögel zu Gesicht, die am Stück 9000 km nach Alaska fliegen, dabei  75% ihres Körpergewichts verlieren…nur die 1-Jährigen sind hier, 
weil die den Flug noch nicht schaffen und eben genau hier überwintern.


Am Agnes Water-Beach sehen wir später noch einige unerschrockene Surfer
und Felix vergnügt sich mit Papa im Sand.

Nach einer leckeren Pizza heißt es für Felix ins Bett – und für uns mal wieder…packen!