Mittwoch, 3. Juli 2013

03-07 Fraser Island Tag1

7.00 Uhr – es ist bewölkt, windig und kühl. Wir frühstücken im Zimmer.
Dann packen wir unseren Rucksack und Regenjacken und fahren los. Erstmal geht es die Fraser-Autobahn entlang.
 Alles ist gut, es ist Ebbe…wir wollen bis zu den Champagner Pools fahren. Ziemlich viel los hier..
..und die „Straßen“ werden auch interessant..
 ..
so manches Mal fährt man über Steine (wie diese auf die Sandinsel kommen ? Vulkanisch…so glauben wir uns zu erinnern..)
 Auf der Autobahn darf man übrigens 80 km/h fahren, wenn man sich traut! Und was bitte ist hier los?
Hier ist eine der Hauptattraktionen von Fraser Island. Der Eli Creek – ein Bach, durch dessen Mündung man erst mal fahren muss. Und ein Flugzeug-Landeplatz (Start- und Landebahn).
Trotzdem so viel los ist, schauen wir uns diesen Bach mal genauer an.
Alles ist perfekt organisiert, Wege aus Holz..
und natürlich die obligatorischen Warnschilder

. Einige Menschen wagen sich in das kühle Nass. Test
…leider (ha ha) haben wir keine Badehosen mit. Ach, hier gibt es mal wieder Püschelbäume (die gingen uns schon ab!)
Wir fahren weiter und da taucht das Wrack der Mehoni auf.
Wir düsen dran vorbei und stoppen auf unserem Weg zu den Pools noch bei netten Felsen
, den sog. Pinnacles.
Was hier wie Schnee aussieht, ist natürlich Sand.
Uns gefallen die Sandformationen recht gut. 
Die Fahrt führt uns am „Red Canyon“
 vorbei – der ist eher mickrig. Dann geht es um den Indian Head herum, immer die Zeit im Auge…wegen der Flut…und dann geht nix mehr.
Eine Umfahrung...dann kämen die Champagner Pools, aber unser Landy schafft den Sandberg nicht. Wir gehen zu Fuß hinauf.
Bei schönem Wetter wäre es hier wohl echt idyllisch – und man könnte hier ein erfrischendes Bad nehmen.
Wir begnügen uns mit der Aussicht.
Und dann packt Thommy der Ehrgeiz – er muss diesen Berg rauf…und wieder runter
..geht doch! Der Landy war wohl nicht Schuld…und nun ist auch der Fahrer wieder glücklich! Leider wird das Wetter gerade immer schlechter – wir treten den Rückweg an.
Das Meer kommt immer näher, Felix packt die Angst…da taucht im Dunst wieder die Mahoni auf richtig unheimlich!
Seltsame Dinge sieht man hier schon…
das ist Sand, Wasser, sowas wie Bimsstein und das Schwarze? Keine Ahnung! Und die breite Autobahn wird schmäler…die Flut ist im Anmarsch.
Der Blick auf die Uhr lässt aber noch ein bis zwei Stopps zu. Also, das Wrack anschauen.
Dann noch ein Stopp an einem „blow“, sprich, einer Sanddüne.
Bevor man sie sieht, geht man durch Buschland, Wald und quert ein Feld mit weißem Sand und lustigen Formationen.
Die Mini-Pinnacles sind max. 1cm hoch! Als die letzten Sandboarder die Dünen verlassen, kehren wir auch zum Landy zurück. Höchste Zeit! Von der Straße ist nun nicht mehr viel übrig; wir weichen einem Jeep aus – auf der Meerseite, bekommen eine Welle ab, driften ab…Panik, Angst bei Gela und Felix…es spritzt, Thommy bekommt das Auto wieder in den Griff, die Lichtmaschine pfeift lauter…dann, eine harte Kante eines Wasserlaufs…wir landen hart, es scheppert…puuhh! Dann müssen wir teilweise warten, bis die Welle weg ist, um überhaupt weiterfahren zu können. Danach kommt das hier:
Drüber geht nicht, also umfahren – zur Meerseite…warten bis das Wasser kurz weg ist, Gas geben…geschafft. Zweimal noch kommen solche Situationen mit Büschen und Bäumen, dann endlich erreichen wir die Einfahrt zum Eurong. Mann, sind wir froh – vor allem Felix und Gela! Ach, sollte man an den Fotos nicht erkennen, wo wir sind…hier der Beweis – im Sunshine State!
Und wie der Landy nach dieser Fahrt aussah, sieht man hier..
Nach so viel Abenteuer lassen wir den Tag bei Capo und Kuchen, Kartenspielen, Mensch-ärgere-dich-nicht spielen und faulenzen ausklingen. Abends gibt es heute Aussie-Buffet, sehr fleisch-lastig, aber gut. Noch einmal Schwarzer Peter spielen, dann fallen wir ins Bett.

Dienstag, 2. Juli 2013

02-07 Von Hervey Bay nach Eurong Beach, Fraser Island

5.00 Uhr – der Wecker klingelt und es ist noch stockfinster! Felix darf noch bis 5.45 Uhr liegen bleiben..der hat´s gut! Nach extrem kurzem Müsli-Joghurt und Kaffee-Frühstück fahren wir noch in der Dunkelheit los. Die Kookaburras lachen, es wird heller. Die Autovermietung…unser Jeep…
 Ein blauer Landrover Discovery wartet auf uns.
 Wir müssen uns belehren lassen: Gefahren beim Fahren auf Sand, Verbote, Dingo-Wissen…alles ist gefährlich…Felix langweilt sich. Vielleicht noch einige Erklärungen für nicht-Ortskundige…Fraser Island ist eine reine Sandinsel. Es gibt keine geteerten Straßen. Auf der Insel leben viele Dingos, Wildhunde, die dort geschützt sind, aber auch gefährlich werden können (so sagt man). Nach der Video-Einführung zeigt man uns das Auto.
 Thommy erhält die letzten Instruktionen, der Kindersitz wird montiert…wir verstauen unser Gepäck. Das andere Auto lassen wir hier. Wir müssen nun nach River Heads fahren, werden umgeleitet…es geht durch ein Neubau-Villen-Gebiet (auch nicht schlecht); wir stoppen noch an einem Laden, kaufen Kaffee und Kekse und begeben uns zur Anlegestelle der Fähre. Lustige (?) Schilder empfangen uns.

 Die Fähre kommt schon. Felix und Gela gehen zu Fuß – mit Seebändern um – an Bord, Thommy muss den Landy (unser Landrover heißt jetzt nur noch Landy) rückwärts reinfahren. 
 Die 35 minütige Überfahrt ist ruhig, das Wasser hier ist recht seicht und…wir werden noch mit Delfinen überrascht.
 Es sind Bottlenose Delfine von denen es angeblich nur noch 3000 Stück gibt. Dann dürfen alle in die Autos und wir erreichen Fraser Island.
 Die erste Sandstraße wartet auf uns.
 Mutig und souverän fährt Thommy los.
 Wir haben schließlich Vierradantrieb – immer… Bei der Autovermietung wurden wir mit einer Landkarte ausgestattet und nun fahren wir die Ungowa Road…die Karte weicht etwas von der Realität ab…oder umgekehrt (?) Über eine lustige Brücke
 geht die „Straße“ – sogar Hasi, der seit gestern immer mit uns spricht (Gela macht das) wundert sich – in Richtung Ungowa. Wir passieren einen Aussichtspunkt, der nicht in der Karte ist, kommen durch einen Wald
und erreichen Ungowa…Es entpuppt sich als …ja, als nix…ein kaputter Steg, Blick aufs Meer…und Sand.
 Wir fahren weiter, stoßen auf die Straße nach Dilli Village…eine Straße ist gesperrt…na, mal sehen. Wir biegen ab zum Lake Boomanjin. Da gibt es einen Picknickplatz.
 Wegen den Dingos ist dieser eingezäunt. Wir bleiben.
 Die Gegend ist schön, erinnert fast an Regenwald, uns gefällt es und wir machen Brotzeit. 
 Natürlich schauen wir uns den See an.
 Ein See halt… Felix will unbedingt weiterfahren, er will am Strand entlang fahren.
 Wir fahren durch Dilli Village, was nur eine Ansammlung von Blechhütten ist und landen am Strand. Dieser ist die Autobahn – kein Scherz!
 Wir fahren Richtung Eurong Beach, alles ist easy, denn es ist Ebbe.
 Thommy ist absolut in seinem Element, auch Felix hat Spaß…Hasi ist still….
Gegen 12.00 Uhr Mittag erreichen wir unser Resort, sehen ein lustiges Fahrzeug
und schauen uns interessiert das wichtigste Schild für die nächsten Tage an. Wann ist Flut…
 2 Stunden vor und nach der höchsten Flut ist die Fraser-Autobahn nämlich nicht befahrbar…sie ist schlicht nicht mehr da…

 Für uns geht der Tag relaxed zu Ende. Wir machen ein Nickerchen, gehen shoppen, schauen uns die Anlage an,
 besorgen uns noch eine ausführlichere Landkarte, essen gut zu Abend, lesen Geschichten übers Schiffswrack und sind alle zeitig im Bett.

Montag, 1. Juli 2013

01-07 Agnes Water bis Hervey Bay

7.00 Uhr, der Tag beginnt. Draußen frühstücken, packen, auschecken und noch einen Cappo trinken (Geschenk des Hauses) und ab zum Highway Richtung Bundaberg.
 Nach Forstwald folgen Obstplantagen
 und dann wieder Zuckerrohr.
 Hier wütete das Hochwasser…eine Baustelle folgt der anderen…Wir fahren vorbei an Pinienwäldern
…und durch Bundaberg, der Hochburg des Zuckerrohr-Anbaus (hier kommt auch der Bundaberg-Zucker her, den man überall zum Kaffee bekommt) durch,
 passieren wieder etliche Baustellen.
 Die erinnern uns an Baustellen in Mexico…einer arbeitet, 5 stehen rum …nicht zu vergessen: Lollipop-Frau/Mann – hier wird man noch mit „echten Menschen“ auf die Baustelle hingewiesen! In Childers, einem recht netten Ort, machen wir Mittagspause.
 Es ist ein viktorianischer, uralter Ort durch den leider der Highway mitten durch geht. Felix findet eine Kanone
 aus dem 1. Weltkrieg und wir schauen uns auch gleich das Denkmal mit den Tafeln der Gefallenen an. Danach passieren wir schöne Häuser
 auf dem Weg zur Post. Wie anno dazumal…mit Laden, Krusch und Post…richtig nett! Ein alter Metzgerladen ist gleich um die Ecke
. Wir essen in einem „Biergarten“,
unter einem riesigen alten Baum. Das Gebäude war mal ein Hotel mit Pferdestall…der Biergarten war die Ausstiegsstelle für die Hotelgäste, die mit der Kutsche kamen.
 Wir treten dann den Rückweg zum Auto an, bewundern noch den Hinweis zum Friseur
, aber keiner will sich die Haare schneiden lassen. So fahren wir weiter, den Scenic Drive, also die Touri-Route bis nach Hervey Bay. Wir steuern die Autovermietung an – ja, richtig, die Autovermietung. Klar, wir fahren bereits in einem Mietauto – ABER: Wir wollen nach Fraser Island und das geht nur mit einem Allradfahrzeug. Ja, richtig, wir mieten also für ein paar Tage tatsächlich 2 Autos…man gönnt sich ja sonst nix…


Wir bekommen gleich noch einen Übernachtungstipp und fahren sofort hin. Eine Jugendherberge, ganz in der Nähe, mit Cabins und Villas und Teich..
, netten Hühnern
, alles very british.
Wir bekommen eine Villa (Bungalow) mit Super-Ausstattung, gehen aber trotzdem zum Essen. Dies lohnt sich hier auch – es ist günstig (Spaghetti für 8 AUS Dollar) und für die Getränke bekamen wir am Check-in Gutscheine. Was will man mehr…T-Shirts schenkt man uns auch noch…und wir reservieren gleich für Freitag, wenn wir von Fraser Island wiederkommen. Leider gibt es da nur noch eine cabin, es sind hier nämlich Schulferien. Und jetzt noch ein bisschen Vorfreude auf die Sandinsel..